Naturbeobachtungen ein schönes und spannendes Hobby

Das Wetter im Mai

"Ist der Mai kühl und nass, füllst dem Bauer Scheun und Fass". So lautet ein Sprichwort über das Wetter im Mai, Wenn es nach diesem Sprichwort geht, dann sollten die Bauern dieses Jahr eine gute Ernte haben. Warm war es nur selten, an ca 3 Tagen stieg das Thermometer über die 20 Grad Marke, sonst pendelte es meistens zwischen 10 und 15 Grad umher, nicht gerade das, was man sich von einem Wonnemonat erhofft.
Was es dafür reichlich gab, war Regen, es regnete oft und ergiebig, mehr, als manchem lieb war. Im langjährigen Durchschnitt fallen in Kiel im Mai ca 53 Liter pro m², diesmal waren es über 90 Liter pro m².
Was der Natur guttat, sorgte bei manchen für schlechte Stimmung, "Von wegen Klimawandel", das hörte man öfter.
Irgendwie waren die Jahre 2019 und 2020 vergessen.

Graue Wolken die oft Regen brachten waren im Mai 2021 keine Seltenheit

Diese beiden Jahre waren wie die meisten Jahre seit dem Jahr 2000, zu warm und zu trocken. Das Jahr 2019 war sogar das drittwärmste Jahr, seit es Temperaturaufzeichnungen gibt.

Aber wie auch zu warme Jahre, so hat auch dies kühle Frühjahr Auswirkungen auf die Natur, auf die Tiere und die Pflanzen. Viele bunte Frühjahrsblüher, die sonst im März und April blühen, sieht man noch immer im Wald blühen .

Auch auf die Vogelwelt hat das kühle, oft feuchte Wetter Auswirkungen, es gibt nur wenige Insekten, die Hauptnahrung, mit denen Vögel ihre Jungen aufziehen. Ein Grund, warum z.B Meisen und andere Singvögel erst später mit der Brut anfangen. Ob und wie erfolgreich sie sein werden, das hängt vom Wetter in der nächsten Zeit ab, und man wird es erst in einigen Wochen sehen.
Andere typische Sommervögel wie z.B der Mauersegler kamen erst später und bis jetzt nicht so zahlreich wie in den Jahren davor. Bei den Schwalben ist es ähnlich, ich höre oft "Unsere Schwalben haben noch nicht angefangen zu brüten" oder " Es fehlen einige Paare, und einige Nester stehen noch leer".

Links das Blesshuhn, es brütet schon und einige haben schon Junge. Der Teichrohrsänger daneben ist erst recht spät aus seinem Winterquartier südlich der Sahara gekommen, wie erfolgreich diese Art brütet, wird sich zeigen. Es wird viel vom Wetter in den kommenden Wochen abhängen, nicht alle Arten sind so robust wie das Blesshuhn, und gerade die Langstreckenzieher, könnten unter dem ungewöhnlichen Wetter leiden.

Hier noch einige Links zum Thema Wetter und Klima

Immer gut informiert ist man beim Deutschen Wetterdienst

7 Fakten zum Klimawandel von National Geographic

Der Artikel zum vom Menschen verursachten Klimawandel bei Wikipedia